Leitfäden

Die Leitfäden zur kommunalen Anpassung an den Klimawandel bieten Kommunen wertvolle Informationen, um sich den durch den Klimawandel verursachten Naturgefahren besser anzupassen. Die Broschüren und Handlungsanleitungen bieten praxisorientierte Lösungen, um auf spezifische Klimafolgen wie Starkregen, Hitze und Erosion zu reagieren.

Kommunale Anpassung an sich veränderndes Klima

Kommunen sehen sich infolge des Klimawandels vielfältigen Naturgefahren ausgesetzt. Bei den Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung wie Bauleitplanung, Wasserver- und -entsorgung, Katastrophenschutz u.a. müssen die Auswirkungen des Klimawandels mit einbezogen werden. Gerade für kleine und mittlere Kommunen stellt die Anpassung an den Klimawandel mitunter eine große Herausforderung dar. Die folgenden vier Broschüren mit Hintergrundinformationen, Handlungsempfehlungen und Praxisbeispielen bieten eine schnelle Einführung in das Thema.

Hitzeaktionspläne – Handlungsempfehlungen einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe

Im Bundesgesundheitsblatt wurden bereits im Mai 2017 Empfehlungen zur Hilfe erstellt, mit denen durch entsprechende Aktionspläne hitzebedingte und UV-bedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Prävention zu vermieden werden können.

In den acht Kernelementen

  • Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Nutzung des Hitzewarnsystems
  • Information und Kommunikation
  • Reduzierung von Hitze in Innenräumen
  • Besondere Beachtung von Risikogruppen
  • Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
  • Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
  • Monitoring und Evaluierung der Maßnahmen

werden sowohl kurzfristige wie das Einrichten von Kommunikationswegen als auch langfristige Aktivitäten wie stadtplanerische Maßnahmen dargestellt.

Kommunale Hitze-Toolbox

Kommunen können mithilfe der Toolbox insbesondere zum Schutz von Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen wählen. Die vorliegende Arbeitshilfe skizziert gute Beispiele, die in Thüringen bereits umgesetzt werden, beschreibt jeweils die Schritte zur Realisierung und fasst Infos zu bestehenden Förderprogrammen wie Klima Invest zusammen.

Tipps für Schulen und KITA’s zum Hitzeschutz

Zwei kurzweilige Broschüren bieten Informationen und Hinweise zum angemessenen Umgang mit außergewöhnlichen Hitzeereignissen. Es handelt sich hierbei um „Wetterextreme“, die stets auch ein nicht unerhebliches Potenzial für Gesundheitsprobleme gerade bei Kindern wegen ihrer höheren Empfindlichkeit bergen.

Wenn aber solchen Situationen umsichtig begegnet wird und einige Regeln beachtet werden, dann steht auch zukünftig ungetrübten Sommerfreuden nichts im Wege. Die vorliegenden Broschüren der sächsischen Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) geben hierzu nützliche Informationen und praktische Tipps Schulleitungen, Lehrpersonal und weitere schulische Akteure und für Sorgeberechtigte von Kindern.

Die Stadt Chemnitz bietet für Kinder zwischen 5 und 7 Jahren ein Material zum Download an, sich spielerisch zu lernen ganz nebenbei zu lernen, wie man sich an heißen Tagen am besten verhält.

Sächsische Energieagentur

Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH hat folgende Broschüren als Handlungsanleitungen für Bauherren und Gebäudeeigentümer herausgegeben. Die Broschüren enthalten Anleitungen, durch welche Maßnahmen und Konzepte sich

– aus der Erfahrung der Überflutungsereignisse der vergangenen 20 Jahre direkte und indirekte Folgeschäden an der Bausubstanz verringern lassen bzw.

– sommerliche Überhitzungssituationen in Wohngebäuden verringern lassen. (Es wird sowohl auf nichtinvestive als auch auf investive Maßnahmen eingegangen.)

Leitfaden zur Starkregenvorsorge

Der Leitfaden ist eine Hilfestellung für Städte und Gemeinden, ein mögliches Starkregenrisiko für sich zu erkennen und damit umzugehen. Der Leitfaden unterstützt bei der Erstellung von kommunalen Starkregengefahren- und -risikokarten, auf deren Basis die Stadt bzw. die Gemeinde eine geeignete Maßnahmen entwickelt, um Schäden durch Starkregen zu minimieren.

Umgang mit Regenwasser – Ressource und Gefahr

In Zeiten des Klimawandels, immer häufiger auftretender Starkregenereignisse und folgender Hitzeperioden, stehen wir vor neuen Herausforderungen im Umgang mit Regenwasser. An die Stelle der bloßen Regenwasserableitung muss eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung treten, durch welche die Oberflächengewässer vor Verunreinigungen und Zerstörung sowohl geschützt als auch die Wasserressourcen vor Ort geschont werden. Nicht oder kaum verunreinigtes Regenwasser soll möglichst nicht aufwendig gesammelt und abgeleitet, sondern rückgehalten und dem örtlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt werden. Verstärkte Versickerung unterstützt die Grundwasserneubildung. Durch Maßnahmen einer wassersensiblen Stadtentwicklung entstehen positive Effekte für das Mikroklima. Das im urbanen Raum anfallende Regenwasser wird vor Ort gespeichert und für Vegetation, Verdunstung – und damit auch Kühlung – verfügbar gemacht. Gleichzeitig verringern dezentrale Lösungen Starkregenabflüsse, Überlastungen der Kanalisation und reduzieren Überflutungen.

Dachbegrünung

Die Broschüre richtet sich an Hausbesitzer und gibt Anregungen und Tipps zu den verschiedenen Möglichkeiten der Erstellung eines Gründaches von einfachen Ausführungen bis zu einem Dachgarten.

Dabei wird auf die baulichen Voraussetzungen eingegangen. Die verschiedenen Arten von Dachbegrünungen werden vorgestellt und die mögliche Pflanzenauswahl aufgezeigt.

Gründächer sind wertvolle Biotope und helfen die Lebensqualität zu erhöhen und das Stadtklima zu verbessern.