Mit dem 2015 verabschiedeten Abkommen der UN Klimakonferenz von Paris hat sich die Weltgemeinschaft darauf verständigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, wenn möglich auf 1,5 °C.

Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten und Staatengemeinschaften die Emission von Treibhausgasen zu senken. Dabei handelt es sich vor allem um Kohlendioxid (CO2), aber auch um weitere Gase wie z.B. Methan (CH4), Lachgas (N2O) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Mit den Kyoto- und Paris-Abkommen wurden wichtige Weichen gestellt. Zur Erreichung des gemeinsamen Ziels ist auch jede weitere Ebene gefordert: von der europäischen bis hin zur kommunalen Politik gilt es, tätig zu werden. Auch jeder einzelne hat die Möglichkeit aktiv seinen Beitrag zum Schutz des Klimas zu leisten.

Auf der englischsprachigen Seite www.globalcarbonatlas.org werden regelmäßig aktuelle Daten zum Treibhausgasausstoß visualisiert.

Klimaschutz in der EU

Am 11. Dezember 2019 stellte die EU-Kommissionspräsidentin Frau von der Leyen den europäischen Green Deal im Europäischen Parlament vor.

Das ehrgeizige Ziel lautet: Klimaneutralität der EU bis 2050.

Bis 2030 sollen 50 % (möglichst 55 %) der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Der Green Deal versteht sich nicht als reines Klimaschutzprojekt. Die Strategie soll als nachhaltige Wachstumsstrategie verstanden werden:

  • Durch die Eindämmung der Umweltverschmutzung soll das menschliche Leben sowie die Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden.
  • Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, weltweit führend im Bereich saubere Produkte und Technologien zu werden um das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abkoppeln zu können.
  • Der Übergang soll inklusiv und gerecht erfolgen.

Die Umsetzung soll durch ein europäisches Klimaschutzgesetz sichergestellt werden. Folgende Eckpunkte sollen u. a. in dem Gesetz enthalten sein:

  • Dekarbonisierung des Energiesektors,
  • Senkung des Energieverbrauchs durch die energetische Sanierung von Gebäuden,
  • Maßnahmen zur Entwicklung einer sogenannten grünen Wirtschaft, bspw. durch die Stärkung von Recycling,
  • Umbau der Mobilität zu einem umweltfreundlicheren aber auch kostengünstigeren privaten und öffentlichen Verkehrs.

Der Greed Deal umfasst einen Fahrplan, an dem sich die EU letztlich auch wird messen lassen müssen.

European Green Deal

Die deutschsprachige Seite der Europäischen Kommission stellt den europäischen grünen Deal vor.

Klimaschutz in Deutschland

In Deutschland sollen die Emissionen von 1.252 Mio. t im Jahr 1990 auf 751 Mio. t im Jahr 2020 und 563 Mio. t CO2e im Jahr 2030 sinken. 2050 soll eine weitgehende Treibhausgasneutralität erreicht sein. In den vergangenen Jahren lag der Ausstoß noch bei knapp über 900 Mio. t CO2e.

Auf Bundesebene wirken eine Vielzahl von Regelungen, beispielsweise das Klimaschutzgesetz oder auch Regelungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich (EEG) sowie eine Vielzahl weiterer Förderprogramme. Viele Betriebe der Energiewirtschaft und Industrie sind zur Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet, der kontinuierlich zu einer Minderung von Emissionen beiträgt.

Treibhausgasemissionen in Sachsen-Anhalt

In der länderübergreifenden Arbeitsgruppe der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder werden regelmäßig aktualisierte Daten – auch zu der Entwicklung des Energiesektors sowie zu Treibhausgasemissionen – veröffentlicht.

Treibhausgasemissionen in Deutschland

Als Aufgabe des Paris-Abkommens berichten die Unterzeichnerstaaten jährlich nach Vorgaben des IPCC die Höhe ihrer territorialen Treibhausgasemissionen. Unter dem Link sind die Informationen zum letzten Stand der Emissionen in Deutschland verfügbar.

Der Emissionshandel

Deutschland nimmt am Europäischen Emissionshandel teil, der eine Verringerung der Treibhausgasemissionen im Energie-, Industriebereich und im Luftverkehr zum Ziel hat. Die Emissionen jeder in Europa registrierten Anlage sowie Airlines können auf den Seiten der Europäischen Union eingesehen werden.